Peer-to-Peer-Netz
In einer Peer to Peer Architektur gibt es keinen speziell zugeordneten Server. Es steht jedem Computer frei, seine Ressourcen zu teilen. So ist jeder beteiligte Computer gleichzeitig Server und Client.
P2P stellt generell keine größeren Ansprüche an die zur Verwendung kommende Hard- und Software. Die Ausführung einer solchen Netzwerkarchitektur basiert auf Standardlösungen.
- Benutzeranzahl < 10
- geringer Anspruch an Flexibilität
- keine sensiblen Daten
- keine maximale Verfügbarkeit
- Datenwartung durch Benutzer
Virenscanner, Benutzer-Login sowie Passwortschutz jeder Netzwerkressource sind das absolute Minimum. Da es keine zentrale Kontrolle gibt, stellen unzureichende Sicherheitsmaßnahmen eines einzigen Benutzers bereits eine globale Bedrohung für das gesamte Netzwerk dar.
Client-Server-Modell
Das Client-Server-Modell ist das Standardkonzept für die Verteilung von Aufgaben innerhalb eines Netzwerks. Der Server stellt Dienste für die Clients bereit und wartet auf deren Anforderung. Die Clients fordern Dienste an, welche der Server dann ausführt.
Varianten
a) Fileserver, Bereitstellung von Diensten
Vorteil:
Die Verfügbarkeit ist gegenüber P2P erhöht und die Datenwartung und -verwaltung ist stark vereinfacht, während sich die Kosten für Hard- und Software auf einem ähnlichen Niveau wie bei der P2P-Variante bewegen.
Technik:
Ein Standard Computer mit Festplatten-Spieglung sowie ein gängiges Betriebssystem mit Benutzerverwaltung bei entsprechender Kompatibilität mit der eingesetzten Software, sollten sich serverseitig als ausreichend erweisen. Dringend zu empfehlen ist zudem der Einsatz einer automatisierten Datensicherung.
Für die Clients bestehen keine besonderen Anforderungen, jedoch wird eine einheitliche Systemarchitektur dazu beitragen, störungsbedingte Ausfallzeiten zu reduzieren.
b) Zentrale Benutzerverwaltung
Aufgrund des Umstandes, dass im Desktopbereich überwiegend Microsoftprodukte eingesetzt werden, beziehen sich die folgenden Ausführungen auf die für Windows-Netzwerke benötigte Funktionalität eines Primären Domänen-Controllers (PDC).
Ein PDC wird benötigt ab einer Netzwerkgröße von etwa fünf Arbeitsplätzen, bei häufigen Änderungen in der Unternehmensstruktur wie zum Beispiel Expansion oder um für Mitarbeiter, an wechselnden Arbeitsplätzen, die individuell benötigten Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
Vorteil:
Die Benutzerkontensteuerung findet nicht mehr an einzelnen Arbeitsplätzen statt, sondern zentral am PDC wodurch ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau erreicht wird, die vorhanden Ressourcen optimal genutzt werden und der administrative Aufwand weiter reduziert wird.
Technik:
Entsprechende Server-Software ist sowohl als kommerzielles wie auch als Open-Source-Produkt (teilweise kostenfrei) erhältlich. Grundsätzlich bedarf es einer genauen Analyse der Gegebenheiten, um bei der Auswahl eine Entscheidung treffen zu können.
Die Bandbreite für die in Frage kommende Hardware reicht vom Standard-PC bis hin zur speziellen Server-Technologie inklusive Zubehör wie beispielsweise Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Backup-Server oder klimatisiertes Server-Rack.
Die Entscheidung für eine Variante ist abhängig von Benutzeranzahl, den sonstigen Anwendungen und der gewünschten Skalierbarkeit. Wobei durch zunehmende Bündlung der Aufgaben, die maximale Verfügbarkeit selbstverständlich zentrale Bedeutung erlangt.
Auf der Client-Seite wird ein Standard PC mit domänenfähigem Betriebssystem benötigt.